Stiftungen

95 Prozent der Stiftungen in Deutschland verfolgen gemeinnützige Zwecke und fördern zum Beispiel Bildungsangebote oder setzen sich für die Erforschung seltener Krankheiten ein. Manche unterstützen auch ganz gezielt Menschen, die sich in Notlagen befinden.

Die in der Adressdatenbank aufgeführten Stiftungen, vorwiegend in Berlin ansässig, z.T. aber auch bundesweit bekannte und tätige, sind sogenannte Mildtätige Stiftungen. Sie unterstützen in der Regel, vorrangig bis ausschließlich bedürftige Einzelpersonen in besonderen Notlagen. Der mildtätige Zweck ergibt sich daraus, dass die Tätigkeit der Stiftung darauf gerichtet ist, Personen selbstlos zu unterstützen, 1. die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder 2. die ein geringes Einkommen haben und sich in einer besonderen wirtschaftlichen Notlage befinden. Dies gilt nicht für Personen, deren Vermögen zur nachhaltigen Verbesserung ihres Unterhalts ausreicht und denen zugemutet werden kann, es dafür zu verwenden.

In aller Regel sollte vorab mit der Stiftung telefonisch oder anderweitig Kontakt aufgenommen werden, ob der vorliegende Notfall dort zu einer finanziellen Unterstützung führen könnte. Die meisten Stiftungen wollen einen formlosen schriftlichen Antrag, bei anderen kann man sich Antragsformulare über deren Homepage herunterladen oder zuschicken lassen. Sofern bei den einzelnen hier aufgeführten Stiftungen eine Besonderheit gegeben ist, wird diese bei der Darstellung erwähnt. Bei Stiftungen, die nicht in Berlin ansässig sind, sollte in Erfahrung gebracht werden, ob sie derzeit bundesweit tätig sind.

Beispiele für Hilfen, die in diesem Rahmen gewährt worden sind, sind z.B. eine Therapie für ein krankes Kind, die von der Krankenkasse nicht übernommen worden ist, Betreuungskosten für ein behindertes Kind, damit es weiterhin seine Schule besuchen kann.

Die ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit) ist in leichter Sprache für Eltern und Angehörge verfügbar. Sie beschreibt verständlich auf welcher Grundlage Ärzte die Bedarfe und Hilfsmittel für ihre Kinder und Jugendliche, für die Schule, ermitteln.